Protest Pflegeneuordnungsgesetz: Mitarbeitende aus Ilsfeld und Heilbronn unterstützen Aktion
Die proindividuum GmbH beteiligt sich am Donnerstag, 12. November 2026, an der Protest gegen das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) in Stuttgart. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) ruft im Rahmen einer bundesweiten Protesttour Pflegeeinrichtungen, Mitarbeitende, Pflegebedürftige und Angehörige dazu auf, gemeinsam für den Erhalt einer verlässlichen ambulanten Versorgung einzutreten.
Auch proindividuum unterstützt diesen Aufruf. Das Unternehmen hat sich bereits in den vergangenen Monaten wiederholt kritisch zu den geplanten Veränderungen geäußert.
Pflegeneuordnungsgesetz gefährdet bewährte Versorgungsstrukturen
Trotz erster Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren sieht proindividuum weiterhin erhebliche Risiken für die ambulante Pflege. Insbesondere drei Themen stehen im Mittelpunkt der Kritik:
- Erhalt der ambulanten Pflege- und Entlastungsangebote: Durch das geplante Sozialraumbudget könnten bestehende Leistungen und Angebote zur Unterstützung im Alltag eingeschränkt werden. Besonders kritisch sehen wir den vorgesehenen Ausschluss zugelassener Pflegedienste von Leistungen des Sozialraumbudgets.
- Sicherung der persönlichen Pflegeberatung: Bestehende Beratungsangebote durch ambulante Pflegedienste müssen auch bei der geplanten Neuordnung der Pflegeberatung erhalten und verbindlich eingebunden bleiben.
- Gerechte Refinanzierung der Personalkosten: Pflegekräfte sollen angemessen bezahlt werden. Die daraus entstehenden Kosten müssen jedoch für alle Pflegeeinrichtungen fair und ausreichend refinanziert werden.
Der Verband der privaten Pflegeanbieter bpa hat seine Forderungen in einem Positionspapier klar zusammengefasst. Dieses finden Sie hier!
Es geht um Patienten, Angehörige und Arbeitsplätze
Die geplanten Veränderungen betreffen nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ambulanter Pflegedienste. Wenn Angebote zur Unterstützung im Alltag wegfallen oder für Pflegebedürftige nicht mehr wie bisher zugänglich sind, können Versorgungslücken entstehen. Angehörige müssten möglicherweise zusätzliche Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig könnten Arbeitsplätze in der Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege gefährdet werden.
Auch unsere Patienten machen sich große Sorgen
Wie ernst die geplanten Veränderungen von den Betroffenen wahrgenommen werden, zeigt der Brief einer unserer Patientinnen an ihren Bundestagsabgeordneten. Darin schreibt sie:
„Die Neuregelungen zum geplanten Sozialraumbudget ab 2027 bedeuten für uns keine Entlastung, sondern zerstören das Fundament unserer häuslichen Versorgung.“
Diese Worte machen deutlich, worum es bei unserem Protest geht: um die Menschen, die auf eine verlässliche Unterstützung in ihrem eigenen Zuhause angewiesen sind.
Unterstützen Sie unseren Protest
Am 12. November 2026 demonstrieren Pflegeeinrichtungen und Mitarbeitende in Stuttgart für bessere Rahmenbedingungen in der ambulanten Pflege. Die vom bpa organisierte Demonstration beginnt voraussichtlich um 10:00 Uhr. Der genaue Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Auch Patientinnen, Patienten und Angehörige sind ausdrücklich eingeladen, sich an der Demonstration zu beteiligen und ihre Anliegen einzubringen. proindividuum wird sich mit Mitarbeitenden aus den Standorten Ilsfeld und Heilbronn an der Protestaktion beteiligen.
Für proindividuum steht fest: Eine Reform darf nicht dazu führen, dass bestehende und funktionierende Versorgungsstrukturen geschwächt werden.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine Reform, die die ambulante Pflege stärkt, statt funktionierende Versorgungsangebote und Arbeitsplätze zu gefährden.
Weitere Informationen zur Demonstration und zum Protesttag von proindividuum folgen in Kürze.